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Bitcoin vs. M2: die globale Geldmenge, erklärt

Wer sucht, was Bitcoin bewegt, stößt schnell auf zwei Begriffe: „globales M2". Charts des Bitcoin-Preises über der globalen M2-Geldmenge sind überall. Dieser Artikel erklärt, was M2 wirklich ist, warum man Bitcoin dagegen plottet, wie es sich vom Zentralbank-Liquiditätsmaß unterscheidet, das BIKENZO verwendet — und, wie immer hier, was der Vergleich nicht aussagt.

Was M2 ist

M2 ist ein Standardmaß der Geldmenge. Es zählt das am leichtesten ausgebbare Geld einer Volkswirtschaft: Bargeld und Sichteinlagen (dieser engere Teil ist M1) plus Spareinlagen, Geldmarktguthaben und anderes Fast-Geld, das sich ziemlich schnell in Ausgaben verwandeln lässt. Zentralbanken und Statistikämter veröffentlichen es für ihre eigene Währung — US-M2, Euro-Raum-M2, Japans Geldmenge und so weiter.

„Globales M2" ist das, was entsteht, wenn man diese nationalen Zahlen zusammenzählt und in eine Währung umrechnet, meist den US-Dollar. Weil die Umrechnung schwankende Wechselkurse nutzt, zappelt globales M2 von Woche zu Woche, selbst wenn sich die zugrunde liegenden Mengen kaum ändern — ein Detail, das man sich merken sollte, wenn ein Chart dramatisch aussieht.

Warum man Bitcoin gegen M2 plottet

Die Idee ist einfach: Bitcoin ist ein Risiko-Asset ohne Erträge, sein Preis hängt also stark davon ab, wie viel Geld ein Zuhause sucht. M2 ist ein breites Maß dafür, wie viel Geld existiert. Plottet man beides gegeneinander, sind sie über den letzten Zyklus oft gemeinsam gestiegen und gefallen — deshalb wurde „Bitcoin vs. M2" zu einem so beliebten Chart.

Dieser sichtbare Gleichlauf ist real, aber es ist eine Korrelation über eine bestimmte, recht kurze Historie, kein Gesetz. Zwei Linien, die beide über Jahre steigen, sehen verbunden aus, egal ob die eine die andere treibt. Die ehrliche Lesart: Globales Geld ist Teil des Hintergrunds, vor dem Bitcoin handelt — ein Faktor unter vielen, kein Hebel, der den Preis setzt.

M2 vs. Zentralbankliquidität — nicht dasselbe

M2 misst Geld in der Hand der Öffentlichkeit: Einlagen, Erspartes, Fast-Geld. Zentralbankliquidität misst etwas Engeres und Vorgelagertes — das Geld, das die Zentralbanken selbst ins Finanzsystem gegeben haben, verrechnet gegen das Geld, das sie über Instrumente wie Reverse-Repo oder das Konto einer Regierung wieder abgezogen haben. Beide bewegen sich oft gemeinsam, aber nicht immer, und sie können über Monate auseinanderlaufen.

BIKENZOs goldene Linie ist das Zentralbank-Liquiditätsmaß, nicht M2. Der Grund: Zentralbankliquidität sitzt näher am Hahn — es ist das Geld, das an der Quelle hinzugefügt oder entzogen wird, bevor es in Einlagen durchsickert. M2 ist ein guter, weithin verstandener Näherungswert — dieser Artikel existiert teils, weil so viele danach suchen — aber es ist eine andere, nachgelagerte Zahl, und beide gleichzusetzen ist ein häufiger Fehler.

Was der Vergleich nicht aussagt

Weder M2 noch Zentralbankliquidität sagen den Bitcoin-Preis voraus. Sie beschreiben die Geldflut darunter. Geld kann sich ausweiten, während Bitcoin fällt, und Bitcoin kann steigen, während Geld flach bleibt — beides ist passiert. Wer einen M2-Chart als Prognose präsentiert oder als Grund, warum ein bestimmtes Kursziel kommt, behauptet eine Gewissheit, die die Daten nicht hergeben.

Wofür ein Liquiditätsvergleich taugt, ist Kontext: zu sehen, ob der Geldtopf wächst oder abfließt, während du dir dein eigenes Urteil über einen Markt bildest, den du verstehst. BIKENZO plottet diese Flut gegen den Bitcoin-Preis und gibt dir die Regler, sie zu lesen. Was du daraus schließt und was du tust, ist ganz deine Entscheidung.

A Bitcoin liquidity terminal. Global central-bank liquidity, plotted against the Bitcoin price, in one screen.

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