Die Zutaten
Der Kern eines Liquiditätsindex sind Zentralbankbilanzen — die Gesamtaktiva, die eine Zentralbank hält. Steigende Aktiva bedeuten, dass die Bank Geld ins System gegeben hat. Davon zieht man die „Abflüsse" ab: Bargeld in Reverse Repos und Geld, das auf einem Staatskonto liegt, statt zu zirkulieren.
Da diese Zahlen in verschiedenen Währungen vorliegen, wird jede über Wechselkurse in US-Dollar umgerechnet, damit eine Euro-Bilanz und eine Yen-Bilanz ehrlich zusammengezählt werden können.
Von vielen Zahlen zu einer Linie
Sobald jede Quelle in Dollar vorliegt, werden sie zu einer einzigen Zahl summiert — dem Becken der Zentralbankliquidität, in Billionen. Diese Rohzahl wird dann geglättet und kann als Veränderungsrate statt als Niveau gezeigt werden — oft die nützlichere Art, sie mit einem schnellen Asset wie Bitcoin zu vergleichen.
BIKENZO berechnet das auf eigenen Servern aus öffentlichen Daten. Die genaue Zusammensetzung — welche Bilanzen, welche Abflüsse, wie gewichtet — ist eine eigene Konstruktion und wird nicht veröffentlicht; das Terminal zeigt aber immer, ob der Index verbunden ist, und hält die Linie zurück, statt sie unvollständig zu zeigen.
Warum gegen Bitcoin plotten
Eine Zahl in Billionen ist für sich abstrakt. Über den Bitcoin-Preis gelegt, wird sie zum Bild: die Geldflut unter dem Asset. Du kannst sie nach vorn schieben, um den Vorlauf gegen den Bitcoin-Preis zu vergleichen, und Bewegungen in Prozent messen — sie bleibt aber eine Sicht auf öffentliche Daten, keine Prognose.